„Geschichte und Geschichten von Betelried und Blankenburg“
Aus dem Vortrag vom 16. Jänner 2008, von Robert Wampfler
Betelried, ein Dorf im Obersimmental, Blanken- burg, das Schloss in unmittelbarer Nähe. Die Ge- schichte zeigt, dass Dorf und Schloss eng mit- einander verbunden waren und noch sind. Das Schloss wird erstmals 1329 erwähnt. Betelried kommt in alten Urkunden auch im 14. Jh. vor. Doch ist dieSiedlung wesentlich älter. Betelried ist die Rodung (Ried) des Betilo oder Betel. Die Namensgebung verweist auf die Alemannen im 7. Jh.
Kaum jemand weiss noch von der Obersimmentaler Talgemeinde (Landsgemeinde). Sie gehörte mit jenen vom Haslital und Saanenland zu den einzigen Landsgemeinden im Kanton Bern.Zeit und Ort war meistens am 2. Sonntag im Maien vor dem Schloss zu Blankenburg. In Betelried ging die Gründung einer Schule vom Schloss aus. Das „Pürt Schulhuus“ entstand erst viel später. In einer Urkunde heisst es,dass Abraham Leinhard, Kastlan 1649 liess „ein andere Taffelen machen für die Schulstube im Schloss“. InBetelried stehen Häuser aus der Spätgotik, der Renaissance und dem Barock bis ins 19. Jh. reiche und repräsentative Beispiele von Simmentaler Zimmermannskunst.
Im 18. Jh. ist Abraham Marti(n) mit seinen bemalten Ofenkacheln und seinemZier- und Gebrauchsgeschirr aus eigener Töpferei über die Region hinaus bekannt geworden.
Betelried und Blankenburg wollen keine Landschaftsmuseen sein, sondern Orte, die sich zwar der historischen Wurzeln bewusst und dennoch den Bezug zur Realität nicht verloren haben.
Die Übernahme und Aktivierung des Pürt-Huuses ist ein Beispiel dafür.